Nutzung energetischer Ressourcen

Projektträger
Waldbau Stackelitz GmbH
Ziel und Inhalt
Nachdem in den letzten Jahren vor allem Wind- und Solarenergie an Bedeutung gewonnen haben, wurden gleichzeitig die Nutzungsmöglichkeiten und Grenzen dieser Energien deutlich. So klagen Netzbetreiber seit einigen Jahren über die Überlastung Ihrer Netze durch die steigende Zahl von Windkraftanlagen, die bei starkem Wind gleichzeitig große Mengen Strom ins Netz einspeisen, während bei schwachem Wind kein Strom produziert wird. Der Vorteil von Biomasse-Kraftwerken liegt vor allem in der kontinuierlichen Produktion von Wärme und Strom an 365 Tagen im Jahr. Darüber hinaus ist die Schadstoffbilanz im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen neutral, d.h. die in die Umwelt abgegebene CO2 Menge wird von den Pflanzen zu 100 Prozent wieder in Sauerstoff umgewandelt.
Die derzeit größten ungenutzten Ressourcen in diesem Bereich stehen in den Wäldern. Derzeit werden in Deutschland lediglich 60 Prozent des jährlich nachwachsenden Holzbestandes genutzt. Neben der Holzproduktion für die stoffliche Verwertung in der Industrie (z.B. Säge-, Holzwerkstoff-, Zellstoffindustrie) verbleiben große Mengen an Waldresthölzern in unseren Wäldern. Es gilt also das Holz als nachwachsenden Rohstoff energetisch wieder zu entdecken. Die Nutzbarmachung dieser Ressourcen erscheint unter den oben genannten Rahmenbedingungen sinnvoll. Eine thermische Verwendung ist in den waldreichen, südlichen deutschen Bundesländern inzwischen weit verbreitet. Eine Vielzahl von Biomasse-Heizkraftwerken ist hier bereits entstanden und versorgen private Haushalte, öffentliche und kommunale Gebäude zuverlässig mit Wärme.
Die Firma Waldbau Stackelitz GmbH hat im Frühjahr 2005 durch die Fachhochschule Anhalt eine Studie erstellen lassen, welche die Möglichkeiten der Nutzung energetischer Ressourcen in der Forstwirtschaft zur Verwendung in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) untersucht. Diese Studie wurde über die EU-Gemeinschaftsinitiative LEADER+ gefördert.
Das Unternehmen besitzt und bewirtschaftet in der Flämingregion viele Waldflächen und verfügt somit über einen großen Holzvorrat. Mit diesem notwendigen Biomassepotential ist es der Firma möglich, die notwendigen Energiemengen für die Firma über Jahre zu erzeugen. Durch die Errichtung eines BHKW kann bei der Durchforstung im Wald verbleibendes Restholz als Energieträger genutzt werden. Das benötigte Holz kommt aus der Region, weite Transportwege sind deshalb nicht notwendig.
Im Ergebnis der Studie sollte ein entsprechendes BHKW auf dem Gelände der Firma errichtet werden. Leider kam es nicht zur Projektumsetzung im Rahmen von LEADER+, da Unternehmen nicht mit einer so hohen Fördersumme unterstützt werden können. Die Waldbau GmbH in Stackelitz hat inzwischen bereits andere Möglichkeiten zur Umsetzung des Projektes gefunden.
Kooperationspartner:

-Forstbetriebe, Landwirtschaftsbetriebe -Natur- und Landschaftspflege -Kommunen im Fläming und der Naturpark Fläming

Finanzierung:
  • EAGLF 2.239,00 Euro
    Eigenmittel 2.489,00 Euro
    Kofinanzierung 249,00 Euro (Gemeinde Stackelitz)
Projektzeitraum:
  • Februar 2005 - April 2005
Adresse
    Ansprechpartner:
    Holger Beiche

    Waldbau Stackelitz GmbH
    Schleesen 1a
    06862 Stackelitz

Kontakt
    Telefon:
    03 49 07 / 30 40
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